17 August 2010 - 19:30

Iraks Außenminister hat das Eindingen der türkischen Streitkräfte auf irakisches Territorium als eine Verletzung der Souveränität des Landes bezeichnet.

Hoschjar Zebari verurteilte die Verfolgung der PKK-Rebellen auf dem irakischen Territorium durch die türkische Armee und sagte, Ankara soll nicht im Alleingang, das heißt ohne Einvernehmen mit Bagdad und der kurdischen Regionalregierung, handeln. Nach den Worten des irakischen Außenministers sind weder die Zentralregierung noch die Regionalregierung im irakischen Kurdistan zuvor darüber informiert worden.
Nach dem Überfall auf den türkischen Grenzposten am Samstagmorgen, bei dem zehn türkische Soldaten getötet und mindestens 16 weitere verletzt wurden, erklärten Regierung und Militärführung, das Vorgehen gegen die PKK verschärfen zu wollen. „Wir werden unseren Kampf gegen den Terrorismus noch entschlossener führen“, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der eine Reise durch Zentralasien abbrach. Nach diesen Angaben kamen auch zwölf Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei ums Leben.
Türkische Luftstreitkräfte hatten aus Vergeltung PKK-Stellungen im Norden des Irak bombardiert.